“Form und Funktion: Die km5 Hp1” ist ein konzeptionelles Produktvideo, das den Kopfhörer nicht primär als technisches Audiogerät, sondern als gestaltetes Objekt inszeniert. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Gestaltung des Produkts. Der Hp1 zeichnet sich durch seine klare, retro-inspirierte Formensprache und seine reduzierte Ästhetik aus. Er verbindet nostalgische Anklänge an frühe Audio-Gadgets mit modernen Features und zeitgemäßer technischer Ausstattung.
Als Objekt zwischen Audio, Design und Lifestyle greift der Hp1 die Ästhetik vergangener Geräte auf, ohne nostalgisch zu wirken. Daraus entwickelt sich eine Bildsprache, die verspielt, experimentell und zugleich hochwertig erscheint. Ausgehend von der Beobachtung, dass Audioprodukte in der Werbung häufig über Klangqualität, Funktion und technische Details kommuniziert werden, setzt die Arbeit bewusst einen anderen Schwerpunkt. Das Video soll den Kopfhörer nicht in erster Linie erklären, sondern ihn über seine Gestaltung, Materialität und Inszenierung erfahrbar machen. Dabei stehen die visuelle Wirkung und die ästhetische Qualität des Produkts im Vordergrund.
Der Hp1 wird als Statement Piece inszeniert – als Produkt, das ebenso über seine Gestaltung wie über seine Funktion definiert wird. Die 3D-Animation eröffnet die Möglichkeit, das Produkt in einer kontrollierten und zugleich abstrahierten Bildwelt zu untersuchen und neu zu interpretieren. Durch Licht, Bewegung, Perspektive und rhythmische Bildfolgen entsteht ein visuelles Erlebnis, das klassische Werbung aufgreift und zugleich erweitert. Das Video bewegt sich dabei zwischen Produktdarstellung und atmosphärischer Inszenierung und schafft so eine emotionale Ebene. Ergänzt wird die Inszenierung durch ein präzises Sounddesign, das die Bildsprache nicht nur begleitet, sondern erweitert. So entsteht eine audiovisuelle Arbeit, die die Gegensätze des Produkts – retro und modern, technisch und verspielt, funktional und gestalterisch – in einem eigenständigen, stilisierten Gesamtbild zusammenführt. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee von Musik als etwas, das nicht nur gehört, sondern auch visuell und physisch erfahrbar werden kann.