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Film und Animation

"What if a part of you could live forever?
The Henrietta Lacks Story"

Leonie Schulz

„What if a part of you could live forever? The Henrietta Lacks Story“ ist ein 2D- animiertes Erklärvideo, das die Geschichte von Henrietta Lacks und ihre berühmten Zellen erzählt. Ausgehend von der Frage „Wie kann es sein, dass eine der wichtigsten Personen der Medizingeschichte nie gefragt wurde, ob sie überhaupt Teil davon sein wollte?“ stellt das Video die wissenschaftlichen Errungenschaften, die durch HeLa- Zellen ermöglicht wurden, vor und setzt diese in Beziehung zu den ethischen und gesellschaftlichen Problemen, die ihrer Entstehung zugrunde liegen. Wer möchte für immer leben? Was, wenn es für dich entschieden wird?

Seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts versuchten Wissenschaftler*innen, menschliche Zellen außerhalb des Körpers zu kultivieren, um Krankheiten besser zu verstehen und medizinische Forschung voranzutreiben. 1951 gelang das endlich mit HeLa-Zellen. Anders als alle zuvor untersuchten menschlichen Zellen teilten sie sich unbegrenzt weiter und wurden zur ersten unsterblichen menschlichen Zelllinie.

Ihre Bedeutung für die Wissenschaft ist fast unermesslich: Sie ermöglichten unter anderem die Entwicklung der Polio- und HPV-Impfungen, trugen zur HIV/AIDS-Forschung, zur Krebsforschung, zur Genomkartierung sowie zur Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen bei. Millionen von Menschen konnten durch medizinische Fortschritte gerettet werden, die ohne HeLa-Zellen vielleicht nicht möglich gewesen wären.

Das Kürzel „HeLa“ bezieht sich aber auf die Person hinter den Zellen. Ihr Name war Henrietta Lacks. Sie war eine junge Schwarze Frau und Mutter von fünf Kindern aus Virginia. Sie wurde von Familie und Freunden als fürsorglich, warmherzig und großzügig beschrieben. Nachdem bei ihr 1951 ein aggressiver Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert worden war, entnahmen Ärzte während ihrer Behandlung Gewebeproben, ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung einzuholen. Wenige Monate später starb Henrietta Lacks im Alter von nur 31 Jahren, während ihre Zellen bereits im Labor weiterwuchsen. Damit wirft ihre Geschichte Fragen nach medizinischer Ethik, Einwilligung und Gerechtigkeit auf.

Ihr Fall zeigt, wie eng wissenschaftlicher Fortschritt mit Machtstrukturen verknüpft ist. Henrietta wurde in einem rassistisch segregierten Gesundheitssystem behandelt, ihre Familie wusste jahrzehntelang nichts über die Existenz und Nutzung ihrer Zellen, während andere von der Produktion und Verbreitung von HeLa profitierten. Ihre Geschichte verbindet medizinischen Fortschritt, systemischen Rassismus, Patientenrechte und die Verantwortung wissenschaftlicher Forschung. „Since they gone ahead and taken her cells and they been so important for science, least they can do is give her credit for it“ – Deborah Lacks, Henrietta’s daughter

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