Betreuer*Innen

Prof. Olaf Thiele
Prof. Burkard Vetter
Prof. Christine Albert
LfbA Christopher Kopic

Module

CGO

WANDELBAR

Wandgestaltung als flexibles System

Leona Schremmer

WANDELBAR – Wandgestaltung als flexibles System Warum sind Wandgestaltungen im Innenraum trotz ihrer dominanten Wirkung meist dauerhaft gedacht? Tapeten, Anstriche oder Fliesen prägen Räume langfristig und lassen sich nur mit großem Aufwand verändern. Obwohl sich Lebensstile, Geschmäcker und Wohnsituationen heute schneller wandeln als je zuvor, bleibt die Wandgestaltung oft statisch.

Ausgehend von dieser Beobachtung beschäftigt sich WANDELBAR mit einer modularen Wandverkleidung für den privaten Wohnraum. Im Vergleich zu klassischen Lösungen wie Tapeten, Farbe oder Fliesen bietet das System eine deutlich einfachere Möglichkeit, gestalterische Elemente auszutauschen, zu ergänzen oder neu zu arrangieren – ohne aufwendige Renovierungsprozesse und ohne dauerhafte Eingriffe in die Bausubstanz.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die vollständige Transformation der Wand, sondern ihre flexible Erweiterbarkeit im Rahmen einer zeitgemäßen, alltagstauglichen Anwendung. Die einzelnen Elemente sind so konzipiert, dass sie schnell angebracht und ebenso unkompliziert wieder gelöst oder ersetzt werden können. Dadurch entsteht ein System, das auf Veränderungen im Wohnraum reagiert, ohne diesen grundsätzlich zu überformen.

Ein weiterer zentraler Aspekt des Projekts ist die Nachhaltigkeit. Durch die Wiederverwendbarkeit der Module und die Möglichkeit, einzelne Elemente gezielt auszutauschen, wird ein bewussterer Umgang mit Materialien und Ressourcen angestrebt. Im Gegensatz zu klassischen Renovierungszyklen, die häufig mit Materialverlust und Abfall verbunden sind, setzt WANDELBAR auf ein langlebiges und zirkuläres Verständnis von Wandgestaltung. Gleichzeitig adressiert das System die akustischen Eigenschaften moderner Wohnräume. Während gängige Akustiklösungen häufig technisch oder büroartig wirken, verbindet WANDELBAR schallabsorbierende Funktionen mit einer wohnlichen, gestalterischen Oberfläche.

So entsteht eine Wandverkleidung, die zwischen Gestaltung, Funktion und Alltag vermittelt – nicht als starres Bauelement, sondern als wandelbare Oberfläche im Rahmen realistischer Möglichkeiten des Wohnraums.

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