Betreuer*Innen

Prof. Burkard Vetter
Prof. Markus Lange
Prof. Tilman Zitzmann

Module

Typografie
Grafikdesign

It´s about time

Katharina Roth

"It’s About Time" ist ein Magazin, das sich mit dem Thema Zeit auseinandersetzt – einem Phänomen, das unser Leben permanent begleitet und gleichzeitig erstaunlich schwer zu greifen ist. Zeit strukturiert unseren Alltag, bestimmt Termine, setzt Fristen und beeinflusst unsere Erinnerungen. Wir sprechen ständig über sie, messen sie in Sekunden, Minuten und Jahren und organisieren unser gesamtes Leben nach ihr. Trotzdem bleibt die Frage offen, was Zeit eigentlich ist und warum sie sich oft so unterschiedlich anfühlt.

Ausgangspunkt des Projekts war die persönliche Beobachtung, dass Zeit weit mehr ist als das, was eine Uhr anzeigt. Eine Minute kann sich endlos ziehen oder in einem Augenblick verschwinden. Manche Jahre erscheinen im Rückblick riesig und ereignisreich, während andere nahezu spurlos vergehen. Zeit wird zwar objektiv gemessen, subjektiv jedoch völlig unterschiedlich erlebt. Genau dieser Widerspruch bildet die Grundlage des Magazins.

Die Arbeit untersucht Zeit aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben psychologischen Aspekten wie Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Emotion und Erinnerung werden auch gesellschaftliche und historische Zusammenhänge betrachtet. Themen wie Warten, Zeitdruck, Produktivität, digitale Beschleunigung oder die Standardisierung der Zeit zeigen, wie stark unser Zeitempfinden von äußeren Strukturen geprägt wird. Gleichzeitig beschäftigt sich das Magazin mit sehr persönlichen Fragen: Warum fühlt sich Kindheit oft länger an als das Erwachsenenleben? Weshalb bleiben manche Momente für immer bestehen, während andere verschwinden? Und wie verändert sich unser Verhältnis zur Zeit in einer zunehmend beschleunigten Welt?

Als Medium wurde bewusst das Magazin gewählt. Durch die Verbindung von Text, Typografie, Fotografie und experimentellen Gestaltungsansätzen entsteht Raum für unterschiedliche Perspektiven und Erzählformen. Ziel ist es nicht nur, Wissen zu vermitteln, sondern Zeit auch visuell und emotional erfahrbar zu machen. Das Magazin bewegt sich dabei zwischen Information und Reflexion, zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und alltäglichen Beobachtungen.

Gestalterisch spiegelt die Arbeit die Gegensätze des Themas wider: Ordnung trifft auf Chaos, Struktur auf Veränderung und Präzision auf subjektive Erfahrung. Ein klares Rastersystem bildet die Grundlage, während typografische und visuelle Experimente die Vielschichtigkeit der Zeit sichtbar machen.

Die zentrale Fragestellung des Projekts lautet:

Wie erleben wir Zeit – und warum fühlt sie sich für jeden Menschen anders an?

Kontaktiere Katharina über