






IKARUS (AT) ist ein fiktionaler Kurzfilm, der sich mit dem Thema Ehrgeiz und Verantwortungsübernahme zwischen Freundschaft und Leistungsdruck auseinandersetzt. Stellvertretend für das sorglose Freiheitsgefühl und den Wunsch nach Adrenalin und Höhenflug steht hier im Kern Motocross, als der Sport den Vater, Sohn und Freunde zusammenschweißt und antreibt.
Jakob und Robin sind zwei befreundete Teenager, die auf dem Dorf leben und gemeinsam Motocross fahren. Eines Abends entdecken sie das getunte Motorrad von Frank, Jakobs Vater. Was als Spaß beginnt, entwickelt sich schnell zu einer gefährlichen Aktion. Jakob übertreibt und der Abend endet für Robin im Krankenhaus. Frank, als er davon erfährt, stellt Jakob zur Rede und macht ihm klar, dass er Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss und verbietet ihm, auf das morgige Rennen zu fahren.
Statt sich bei seinem Freund zu entschuldigen und ihn im Krankenhaus zu besuchen, fährt er alleine zu dem Wettbewerb. Nach seinem hart erkämpften Sieg steigt er unter Applaus vom Siegerpodest, doch merkt schnell, dass dieses Gefühl und der Applaus nur von kurzer Dauer sind. Er steht alleine in der Menge und realisiert, dass er für diesen Sieg seine Freunde und Familie im Stich gelassen hat. War es das Wert?
Meine Hauptarbeit bei dieser Bachelorarbeit bestand aus Kameraführung und der Entwicklung der visuellen Bildsprache. Die Produktion war aufgrund meiner Nähe zu dem Projekt unumgänglich. Eine visuell erzählerische Nähe zu dem Protagonisten Jakob hilft dabei, sich in seine Lage versetzen zu können. Kombiniert mit Szenen, deren Essenz teils so sehr komprimiert wurde, dass nur noch eine lange Einstellung davon übrig blieb, nimmt dieser Film das Publikum mit in die Lebensrealität von Jakob. Zudem halten viele Ortswechsel den Film lebendig und eröffnen eine größere immersive Welt für das Publikum. Die vielen Orte sind meist reduziert auf ihre wesentliche Funktion, sodass sie mit nur einer einzigen Einstellung abgefilmt wurden. Dies erhöht zusätzlich die Nähe des Publikums zum Geschehen.
An dieser Stelle möchte ich mich bei all den lieben Menschen bedanken, die mich bei diesem Projekt so tatkräftig unterstützt haben. Ohne euch wäre das so nicht möglich gewesen!
