„Markeninszenierung im Raum – Entwicklung eines innovativen Storekonzepts“ ist ein Retaildesign-Projekt für die schwedische Modemarke Acne Studios. Ziel des Entwurfs ist die Entwicklung eines Stores, der die Identität und Geschichte der Marke nicht nur visuell darstellt, sondern räumlich erfahrbar macht.
Ausgangspunkt des Konzepts ist eines der ersten Projekte von Acne Studios aus dem Jahr 1997. Damals wurden 100 Jeans mit einer markanten roten Naht produziert und an Personen aus dem kreativen Umfeld der Marke verteilt. Dieses Projekt gilt heute als einer der Ursprünge der Marke und bildet die konzeptionelle Grundlage des Entwurfs.
Die charakteristische rote Naht wird im Store zu einem durchgehenden räumlichen System übersetzt. Als „roter Faden“ zieht sie sich durch den gesamten Raum, strukturiert die Besucherführung und entwickelt sich zu unterschiedlichen funktionalen Elementen. Sie erscheint als Kleiderstange, Möbelsystem, Präsentationsfläche oder Orientierungselement und verbindet die verschiedenen Bereiche des Stores miteinander.
Ergänzt wird das Konzept durch eine Material- und Formensprache, die sich an charakteristischen Bestandteilen einer Jeans orientiert. Elemente wie die rote Naht, Denim sowie abstrahierte Details der Verarbeitung werden in räumliche Strukturen und Objekte übersetzt und schaffen so eine direkte Verbindung zur Herkunft der Marke.
Neben der physischen Gestaltung wird die Markenidentität auch über digitale und interaktive Elemente vermittelt. Im gesamten Store werden Informationen, Geschichten und ausgewählte Inhalte zur Marke in die Raumgestaltung integriert und für Besucher zugänglich gemacht. Dadurch entsteht eine zusätzliche Ebene der Auseinandersetzung mit Acne Studios, die über die reine Produktpräsentation hinausgeht und den Store zu einem Ort des Entdeckens macht.
Durch die Verbindung von Raum, Materialität, Interaktion und Storytelling entsteht ein Store, der die Geschichte, Werte und gestalterische Haltung von Acne Studios in ein ganzheitliches Markenerlebnis übersetzt und den Verkaufsraum selbst zum Medium der Markenkommunikation werden lässt.





