Betreuer*Innen

Prof. Tilman Zitzmann
Prof. Olaf Thiele
Prof. Christine Albert

Module

Digital Experience

3, 2, 1… Ziehen!

Bedienung eines isokinetischen Seil­trainings­gerätes für die Feuerwehr

Diana Diz

„3, 2, 1… Ziehen!" ist ein UX- und Interface-Konzept für ein isokinetisches Seilzuggerät, speziell angepasst an die Berufsfeuerwehr. Es entstand als gemeinsames Projekt mit der DS Force GmbH. Primär beschäftigt sich das Konzept mit der Frage: „Wie lässt sich das komplexe Prinzip der Isokinetik aus der Medizin durch ein UX/UI-Konzept so weit vereinfachen, dass Feuerwehrkräfte ihre eigene körperliche Leistung selbst erfassen und nachvollziehen können?" Da es zu Vergleichen der Leistung innerhalb des Teams kommen wird, nutzt man ergänzend Gamification-Elemente, um das Vergleichen von einem konkurrierenden in einen teamstärkenden Kontext zu überführen und den Umgang mit einem grundlegend neuen Trainingssystem spielerisch motivierend zu gestalten.

Die Oberfläche eines isokinetischen Trainingsgerätes ist auf medizinisches Fachpersonal ausgelegt und vollgepackt mit Daten, die für Ungeschulte schwer lesbar sind. Deswegen sieht man oft zwei Personen an diesen Geräten: den Getesteten und den Tester. Damit die Feuerwehr ein solches Gerät eigenständig nutzen kann, muss dieses zugänglicher gestaltet werden. Stumpfes Weglassen von Daten ist keine Option, da jede Ziffer ihre Daseinsberechtigung hat, um die körperliche Leistung in einem guten Gesamtbild abbilden zu können. Deshalb müssen diese Daten verständlich übersetzt und gut strukturiert werden. Dazu sind beispielsweise gewisse Layout-Prinzipien bereits eine große gestalterische Hilfe. Die „UI-Sprache" konnte ich durch direkte Einblicke in die Berufsfeuerwehr entwickeln. Ihr jetziges Equipment bietet eine gute Basis, um zu verstehen, was man während des Trainings von einem Gerät erwartet und gewohnt ist. Auch durch ein persönliches Interview mit einem Berufsfeuerwehrmann lernte ich meine Zielgruppe näher kennen und musste nicht auf grobe Vermutungen oder etablierte Klischees zurückgreifen. So konnten mögliche und nötige Funktionen sowie User Stories genauer beschrieben werden, auf denen mein UX-Konzept aufbaut. Den Abschluss bildete das visuelle Design, das dem Interface sein durchgängiges Erscheinungsbild verleiht und das funktionale UX-Konzept als letzter Schliff vollendet.

Kontaktiere Diana über