„Ausklingen“ ist ein fiktionaler Kurzfilm über eine stumme Foley-Künstlerin, deren Existenz vom technischen Fortschritt bedroht ist. Es geht um die Frage nach der Menschlichkeit in unserer heutigen Zeit und wie wichtig sie für uns als Rezipienten noch ist.
Die Protagonistin Madeleine ist seit ihrer Kindheit stumm und nutzt die Kunst des Geräuschemachens nicht nur um Geld zu verdienen, sondern auch um ihrer inneren Stimme Ausdruck zu verleihen. Als die Filmproduzenten ihres aktuellen Auftrags mit dem Gedanken spielen, sie durch automatisierte Technik zu ersetzen, droht ihr dadurch nicht nur der Verlust ihres Jobs, sondern auch ihrer Existenz selbst.
Gebärdensprache spielt in Madeleines Leben eine große Rolle, denn sie lehnt in ihrem Alltag Programme mit Sprachsynthese ab. Ihre Gedanken durch eine Computerstimme vortragen zu lassen wirkt für sie fremdartig und unauthentisch. Darum verständigt sie sich mit ihrem Freund durch Gebärdensprache – eine Abfolge von Handzeichen, Körpersprache und Mimik.
An insgesamt sieben Drehtagen und vier Locations wurde der Kurzfilm realisiert. Im Vorfeld haben wir als Team zu Recherchezwecken einen Ausflug ins Meloton Studio in München zum renommierten Foley-Künstler Max Bauer gemacht. Für die Gebärdensprache wurde eine Lehrerin für DGS hinzugezogen, die an zwei Terminen mit den Schauspielenden und mir an der Übersetzung des Skripts in Gebärde arbeitete und an dem Spiel der beiden feilte.
Meine Aufgaben in diesem Projekt waren: Drehbuch, Produktion, Regie und Schnitt.