

„Weibliche ADHS“ ist ein illustriertes Zine, das Einblicke in die emotionale Welt von neun Frauen gibt, die von ADHS betroffen sind.
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit‐/Hyperaktivitätsstörung) ist eine From der Neurodivergenz, was bedeutet, dass das Gehirn von Betroffenen andere Funktionsweisen und Eigenschaften aufweist als das Gehirn einer neurotypischen Person. Sie zeichnet sich durch die folgenden drei Kernsymptome aus: Störung der Aufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität. Wie sich diese bei Betroffenen manifestieren, ist jedoch individuell unterschiedlich.
Grundsätzlich lässt sich aber feststellen, dass bei weiblichen Betroffenen häufiger eine Internalisierung und konträr dazu bei männlichen Betroffenen eher eine Externalisierung der Symptome stattfindet. Das bedeutet, dass das Auftreten einer ADHS bei männlichen Personen in der Regel lauter und auffälliger ist. Dass sie sich auch leise - oder eben weiblich - äußern kann, war einfach nicht bekannt.
Die Folge war, dass lange Zeit davon ausgegangen wurde, der Großteil der Betroffenen sei männlichen Geschlechts und weibliche Betroffene wurden lange übersehen.
In meiner Arbeit beschäftige ich mich auf Grundlage von Interviews mit neun Frauen damit, wie es sich anfühlt, als Frau ADHS zu haben, insbesondere dann, wenn sie unerkannt und unbehandelt bleibt, da das leider immer noch häufig der Fall ist.
Begleitet werden die Texte von großformatigen Tusche-Illustrationen. Ergänzt wird das Zine von einem kleinen Pocket-Guide, der eine Sammlung an Selbsthilfe-Tipps für den Alltag mit ADHS beinhaltet. Die Ratschläge darin stammen von den interviewten Frauen und werden ebenfalls von Tusche-Illustrationen begleitet.


