„Freizeit für alle“ ist ein nutzerzentriertes Interaktionsdesign Projekt, das sich mit der Frage beschäftigt, wie der Zugang zu Freizeitangeboten im Betreuungskontext barrierearm gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen Menschen mit körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen sowie Betreuungskräfte, die bei der Organisation und Vermittlung von Freizeitangeboten eine zentrale Rolle einnehmen.
Ausgangspunkt der Arbeit war die Beobachtung, dass bestehende Kommunikationsformen wie gedruckte Freizeithefte, Aushänge oder mündliche Weitergaben für viele Menschen mit Einschränkungen nur eingeschränkt zugänglich sind. Komplexe Informationen, fehlende visuelle Unterstützung sowie unterschiedliche kognitive, sensorische und motorische Voraussetzungen erschweren das Verständnis und den Zugang zu relevanten Informationen. Dies kann zu Unsicherheiten bei der Entscheidungsfindung, einer stärkeren Abhängigkeit von Betreuungspersonen und einer eingeschränkten Teilhabe am sozialen Leben führen.
Im Rahmen der Bachelorarbeit wurden qualitative Interviews und Beobachtungen mit Bewohner und Betreuungskräften durchgeführt sowie bestehende Ansätze analysiert. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden systematisch ausgewertet und dienten als Grundlage für die Ableitung von Anforderungen und die Entwicklung eines nutzerzentrierten Gestaltungskonzepts.
Das Ergebnis der Arbeit ist ein konzeptioneller Lösungsansatz, der unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt, alternative Zugänge zu Informationen ermöglicht und die Teilhabe an Freizeitangeboten unterstützt. Dabei wird untersucht, wie zukünftige Gestaltungsansätze bestehende soziale Kommunikationsstrukturen sinnvoll ergänzen und sowohl die Selbstbestimmung von Menschen mit Beeinträchtigungen als auch die organisatorischen Prozesse im Betreuungskontext unterstützen können.




