




„3/h“ ist ein Dokumentarfilm über die Situation von Essenslieferant:innen in Deutschland. Denn zwischen Essen bestellen und dem Klingeln an der Tür liegen harte Arbeitsbedingungen – und vor allem Menschen.
Doch kaum jemand schaut auf die Personen unter den Neon-Jacken. Wie auch, wenn die Lieferant:innen genauso schnell wieder verschwinden, wie sie aufgetaucht sind?
Auf Pausen wird verzichtet. Risiken im Straßenverkehr in Kauf genommen. Je schneller geliefert wird, desto mehr Geld gibt es. Bis nicht einmal mehr das gilt, und das Unternehmen nach dem Abschaffen von Diensträdern auch noch den Lieferbonus streicht – das Einzige, was den Job lohnenswert macht.
In „3/h“ geht es um eine Bevölkerungsgruppe, die niemand genauer kennt. Um Arbeitsbedingungen, die im Hintergrund immer schlimmer werden, selbst während des Filmens. Um Hoffnungen und Ängste, von denen manchmal nicht einmal die eigene Mutter weiß, damit sie sich 7000 Kilometer entfernt keine Sorgen macht. Und darum, ein bisschen mehr Menschlichkeit in ein von Entmenschlichung lebendes Geschäft zu bringen.
Ein Film von Julia Brenner (Produktion, 1. Kamera-Assistenz), Clara Brumberger (Director of Photography), Gregor Hellfritsch (Oberbeleuchter, 2. Kamera), Lisa Pöpel (Tonmeisterin) und Anna Scharmberg (Regisseurin).

