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Prof. Markus Lange

Module

Grafikdesign

Kunst im öf­fent­li­chen Raum Nürnberg

Eine systematische Bestandsaufnahme der Freiplastiken im Stadtraum

Jonathan Scholz

Kunst im öffentlichen Raum Nürnberg – Eine systematische Bestandsaufnahme der Freiplastiken im Stadtraum Nürnberg ist ein offenes Museum. Wer die Stadt aufmerksam durchquert, begegnet auf Schritt und Tritt Kunstwerken, die weder Eintritt kosten noch eine Einladung brauchen. Sie stehen in Parks, auf Plätzen und traßenecken, werden aber im Rauschen des Alltags oft nur beiläufig wahrgenommen. In ihnen bündeln sich enorme gesellschaftspolitische Potentiale und sie fungieren als Kondensationspunkte für heftige Debatten, in denen sich die Bevölkerung über Fragen der Identität und Zugehörigkeit streitet.

Doch Witterung und mangelnde Pflege, stadtbauliche Eingriffe und Vandalismus bedrohen den Bestand kontinuierlich. Manche Werke geraten über die Jahrzehnte in Vergessenheit, andere werden entfernt, umplatziert oder geraten durch Umnutzung aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Oft ist die Dokumentation das Letzte, was von ihnen bleibt und selbst diese ist, ob beim Stadtbauamt oder dem Stadtarchiv, weder vollständig noch aktuell.

Kunst im öffentlichen Raum Nürnberg dokumentiert eine Momentaufnahme des Nürnberger Stadtraums und umfasst eine Auswahl von über 100 Skulpturen und Freiplastiken. Das in einem Softcover gebundene Buch im Format 18 x 24cm fungiert dabei gleichermaßen als touristischer Wegweiser und Nachschlagewerk für Forschung und Denkmalpflege und beleuchtet die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum Nürnbergs von traditionellen Brunnenbauten und Denkmälern bis hin zu wegweisende Ereignisse wie dem Symposion Urbanum 1971 und der Kunst der Gegenwart. Jedes Werk ist fotografisch erfasst und hinsichtlich seiner geografischen Koordinaten, den genauen Aufstellungsdaten, sowie der beteiligten Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt inventarisiert, um sie dem Leser möglichst nahe zu bringen und eine präzise Verortung im Stadtbild zu ermöglichen.

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