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Konterbande.

Wie das ukrainische Kino im Schatten der Zensur eine geheime Sprache der Selbstbehauptung erfand.

Anna Stepanenko

„Konterbande" ist ein Kunstbuch, das sich mit der Frage beschäftigt, wie ein Bild das überleben kann, was ein Wort nicht darf. Im Mittelpunkt steht das ukrainische Kino zwischen 1920 und 1990 — eine Epoche, in der das Regime die Sprache kontrollierte, jedoch nie vollständig die Form.

Das Buch begreift den Film dieser Zeit als einen Raum der Doppelexistenz: Auf der offiziellen Ebene folgten Narrative den Vorgaben der Zensurbehörden; in den Bildern selbst entstand eine autonome Sprache, die Themen artikulieren konnte, für die das geschriebene Wort verboten war. Symbole, Landschaften, Körper, Blicke — sie wurden zu Trägern von Bedeutungen, die anderswo nicht existieren durften.

Die Publikation entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Dovzhenko-Centre in Kyiv und stützt sich auf intensiver Recherche. Filmstills, Dokumente und analytische Texte verschränken sich zu einer visuellen Anthologie, die Entstehungsbedingungen, Eingriffe des Regimes und die verborgenen Codes der Filmschaffenden befragt.

„Konterbande" lädt dazu ein, das ukrainische Kino als eigenständiges kulturelles Phänomen zu entdecken — als Ort, an dem visuelle Form die einzige verbleibende Freiheit war.

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