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Digital Imaging
Typografie

Fahr hin und guck mal

Janina Bitsch

„Fahr hin und guck mal“ ist ein fotografisches Projekt über Ordensschwestern des Klosters St. Lioba in Freiburg und die Erinnerungen, die sie bis heute begleiten. Ausgangspunkt der Arbeit ist die Frage: Wie leben Erinnerungen der Schwestern als Teil ihrer Identität im gegenwärtigen Klosterleben weiter?

Die Fotografien dokumentieren nicht das Klosterleben als Ganzes, sondern beschäftigen sie sich mit der Frage, wie sich Identität über die Zeit verändert und welche Spuren frühere Lebensabschnitte in der Gegenwart hinterlassen. Durch die Verbindung von aktuellen Porträts und persönlichen Archivbildern entsteht ein fotografisches „Guckloch“, das fragmentarische Einblicke in unterschiedliche Lebenswege ermöglicht.

Die Kindheits- und Jugendbilder zeigen die Frauen vor ihrem Eintritt ins Kloster, oder kurz danach. Zusammen mit den heutigen Porträts entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen früheren Vorstellungen von sich selbst und der Identität, die sich über die Jahre entwickelt hat.

Es steht weniger die Erinnerung selbst im Mittelpunkt als die Frage, wie Menschen durch ihre Erfahrungen geprägt werden. Was bleibt bestehen? Was verändert sich? und wie wirken frühere Lebensabschnitte bis heute nach? Spuren davon zeigen sich in Erzählungen, Blicken und Gesten.

Das Fotobuch soll einen Raum zwischen alter und neuer Identität öffnen. Es macht sichtbar, dass Identität kein fester Zustand ist, sondern ein fortlaufender Prozess, in dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden sind.

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